04 Dezember, 2014

Saporoschje: ein weiterer Super-GAU?

Viele Experten sagten noch vor einigen Jahren vorher, dass ein Atomunfall in der Ukraine jederzeit möglich sei.

„Ein Angriff auf die Stromversorgung oder das Stromnetz könne darüber hinaus dazu führen, dass die Kühlung ausfalle und verheerende Folgen einträten,

wie das Beispiel des havarierten japanischen Aomkraftwerks Fukushima zeige, sagte [Tobias] Münchmeyer weiter. Zudem seien sämtliche Meiler in der Ukraine russischer Bauart, weshalb auch die Abhängigkeit von russischen Experten und Ersatzteilen groß sei. „Man kann sich vorstellen, dass nötige Lieferungen jetzt ausbleiben“, sagte Münchmeyer. Michael Sailer, Atomexperte am Ökoinstitut in Darmstadt, sagte der Zeitung, nicht nur ein direkter Beschuss eines Reaktors stelle ein großes Risiko dar. Auch die Zerstörung von Hochspannungsleitungen oder sensibler Anlagen im Umfeld könnten fatale Folgen haben. Der Ausfall der Stromversorgung über mehrere Stunden könne zu einer Kernschmelze führen. „Dann haben wir eine Situation wie in Fukushima“, sagte Sailer und forderte, die Reaktoren rasch herunterzufahren.“
Berliner Zeitung


Die Ukraine hat auch keine Lehre gemacht, als den Versuch den amerikanischen Kernbrennstoff in den tschechischen und finnischen Kernkraftwerken zu verwenden, gescheitert worden war. In den AKW Temelin und Loviisa passierten Störungen oft, weil sich die Westinghouse-Brennstäbe nicht mit der russischen Technologie vertrugen. Deswegen haben sich die Tschechen und Finnen auf die Zusammenarbeit mit den Amerikanern verzichtet.
Außerdem ignorierte Kiew jeden Aufruf von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO). Der Vorsitzende des Ministeriums für die Betriebssicherheit der IAEO, Miroslav Lipar, warnte, es sei unmöglich, den russischen Kernbrennstoff durch den amerikanischen in den ukrainischen Atommeilern zu ersetzen. Das könne zu einer riesigen Katastrophe führen.
„Egal,“ sagte Kiew und unterzeichnete den Vertrag mit Westinghouse.
Und – da haben wir die Bescherung! Das geschah, was geschehen musste.
Denk mal an: Der Zwischenfall wurde der Weltöffentlichkeit fünf Tage verheimlicht! Und auch heute will sich das Energieministerium der Ukraine über die Explosionen im Kernreaktor Block 3, die sich in der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember ereignet haben, nicht äußern. Wieviel Explosionen gab es? Wie stark waren sie? Nichts ist bekannt.
Der Beschluss der ukrainischen Behörden, den US-Kernbrennstoff zu verwenden, ist nicht mit der „politischen Zweckmäßigkeit“ zu erklären. Das ist nichts anderes als eine Grille und nukleare Fahrlässigkeit! Kiew hat sich auf ein sehr gefährliches Spiel eingelassen. Und es kommt nun zu einer richtigen Katastrophe – dabei nicht nur in der Ukraine. Das nun betroffene Kraftwerk Saporoschje ist das leistungsstärkste AKW Europas. Der Unfall im AKW ist nicht so schrecklich wie die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, aber bestimmt gefährlicher als der Fukushima-Unfall.
Falls die Radionuklide die Grenzen Europas überschreiten, bedeutet das nur eins: Boden-, Luft- und Wasservergiftung, Strahlenpathologien und Mutationen bei Menschen und Tieren, also den TOD!







Wo hat die IAEO ihre Augen!?


Saporoschje - Windrose:





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